Treffen mit Bundestagsabgeordneter
Intensiver Austausch zu aktuellen Herausforderungen und zukünftiger Finanzierung des Jugendmigrationsdienstes Main-Taunus (JMD)
Steigende Beratungszahlen, unsichere Perspektiven für Jugendliche und bürokratische Hürden bei der Suche nach Ausbildung & Arbeit – das sind nur einige Herausforderungen, mit denen der JMD täglich kämpft.
Teilnehmende: Kirsten Baumann (JMD), Tim Kurth (JMD), Dr. Anna Lührmann (Mitglied des Bundestages für den Main-Taunus-Kreis), Peggy Hoffmann (Leiterin der Regionalen Diakonie MuHT, Julia Franz (Teamkoordinatorin Jugendhilfe, RD MuHT), Anna Meißner (Landeskoordinatorin der Jugendmigrationsdienste in der Diakonie Hessen), Gaby Glaser (JMD) und Johannes Schwarz (Wahlkreisbüro), (nicht abgebildet)
Der Jugendmigrationsdienst Main-Taunus hat sich am 12. Mai mit Dr. Anna Lührmann, Mitglied des Bundestages für den Main-Taunus-Kreis, Bündnis 90/ Die Grünen, in den Räumen des JMD in Hofheim zu einem intensiven Gespräch getroffen. Das Treffen fand auf Anfrage von Anna Lührmann statt. Der JMD ist ein Arbeitsbereich der Regionalen Diakonie Main- und Hochtaunus. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Migrationshintergrund.
Die Fachkräfte des JMD berichten von steigenden Beratungszahlen und der schwierigen Perspektivplanung für die Jugendlichen, insbesondere angesichts drohender Abschiebungen. Hinzu kommen fehlende Sprachkursangebote und eingeschränkte Möglichkeiten in Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zu vermitteln.
Oft scheitern Ausbildungen oder Arbeitsaufnahmen an fehlenden oder verspätet ausgestellten Arbeitserlaubnissen sowie an weiteren bürokratischen Hürden.
Ein zentrales Thema war die unzureichende Finanzierung der Jugendmigrationsdienste. Die Bewilligungssumme des Bundesministeriums für Familie ist seit 2022 unverändert, obwohl Gehälter und Sachkosten deutlich gestiegen sind, und wurde im Jahr 2025 sogar dann reduziert. Daher droht dem JMD die Reduktion der Angebote oder gar die Schließung – direkt auf Kosten der Jugendlichen. Der Austausch verdeutlichte einmal mehr die Dringlichkeit, die Finanzierung zu sichern und die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit jungen Menschen nachhaltig zu verbessern.