Unsere Haltung
Die Regionale Diakonie Main-Taunus unterstützt Menschen darin, ihre sexuelle Selbstbestimmung zu leben und fördert Akzeptanz, Gleichberechtigung und sexuelle Vielfalt.
Unsere Arbeit orientiert sich an einem emanzipatorischen Verständnis sexueller Bildung nach dem Leitbild des Instituts für Sexualpädagogik (isp). Sexuelle Bildung macht sexuelle Rechte zugänglich, stärkt die Persönlichkeit und befähigt zu selbstbestimmten Entscheidungen.
Sexuelle Bildung ist in allen Lebensphasen relevant, wissenschaftlich fundiert und orientiert sich an den Werten des Grundgesetzes sowie der Menschenwürde. Alle Menschen haben ein Recht auf eine altersgerechte sexuelle Bildung in einer diskriminierungsfreien und demokratischen Gesellschaft.
Sexuelle Bildung – zwei zentrale Säulen
Gewaltprävention
Sexuelle Bildung stärkt das Bewusstsein für eigene Grenzen, fördert Selbstvertrauen und unterstützt Menschen darin, Grenzverletzungen zu erkennen und sich zu schützen. Sie vermittelt Empathie, Respekt und trägt als Teil von Schutzkonzepten zur Prävention sexualisierter Gewalt bei.
Gesundheitsvorsorge
Sexuelle Bildung fördert einen positiven und verantwortungsvollen Umgang mit Körper, Sexualität und Beziehungen. Sie vermittelt Wissen zu Schutz, Verhütung, sexueller Gesundheit und reproduktiven Rechten und trägt so zu Wohlbefinden und Lebensqualität bei.
Inhalte sexueller Bildung
Sexuelle Bildung ist altersgerecht und inhaltlich vielfältig.
Weiterführende Schulen (Auswahl):
Beziehungen, Konsens und Kommunikation · Grenzen und Selbstbestimmung · geschlechtliche Vielfalt
- Diskriminierung und Menschenrechte
- Medien und Sexualität
- Anatomie, Pubertät und Menstruation
- Verhütung und STI
- Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft
Grundschule (Auswahl):
- Körperwissen und Gefühle
- Grenzen und Nein-Sagen
- Freundschaft und Familie
- Kinderrechte
- Pubertät
- Entstehung von Schwangerschaft und Geburt
- Vielfalt von Familien
- Liebe und Beziehungen
Ablauf und Rahmen
Sexuelle Bildungsangebote werden bedarfsorientiert gestaltet und bauen auf Vertrauen zwischen Schüler:innen und Sexualpädagog:innen auf.
Empfohlen werden deshalb regelmäßige Projekteinheiten. Eine individuelle Ausgestaltung ist jederzeit möglich.
Die Gruppengröße liegt idealerweise bei bis zu 20 Teilnehmenden, größere Gruppen werden aufgeteilt.
Alle Themen werden mit allen behandelt. Materialien werden gestellt, Elterninformationen können ausgegeben werden.
Saskia-Kim Riemer
Sexualpädagogin
jeweils montags und dienstags,
zwischen 8:30 und 13:30 Uhr
